Rund um Winnenden

Die Gitarrenschüler des Mandolinenclubs Schwaikheim beim Frühjahrskonzert am Sonntag. Bild: Schneider

Mandolinen mit E-Gitarren

Schwaikheim. Frühling ist’s. Am 21. März hat er begonnen, und der Mandolinenclub Schwaikheim begrüßte ihn mit einem Konzert in der Gemeindehalle vor einer großen Besucherschar .

War der Beifall eingangs eher schüchtern, so steigerte er sich von Vortrag zu Vortrag. Den Eröffnungspart übernahm ein Gitarren- und Mandolinenensemble, in das die Gitarrenschüler des Vereins eingebettet waren; für einige von ihnen war es der erste öffentliche Auftritt nach ungefähr einem Jahr Unterricht. Unter der sehr souveränen Leitung von Oliver Boegler präsentierten sie zwei Tänze aus Südamerika, Klaus Badelts „The Medaillon Calls“ - das Thema aus „Fluch der Karibik“ - und Maria Menas „All this time“.

Alle Stücke hatte übrigens Elke Fleischer dem Ensemble sozusagen auf den Leib arrangiert.

Verstärkung aus Fellbach für ein besonders großes Werk

„Nothing else matters“ von Metallica war ein besonderer musikalischer Leckerbissen, den eine Gruppe ehemaliger Schülerinnen und Schüler mit akustischen und E-Gitarren einspielte.

Das Mandolinenorchester hatte sich für Hiro Fujikates „Poetical 2 Pieces“ Verstärkung bei den Fellbachern geholt. Vom Kontrabass getragen und nicht nur begleitet, meisterte das Orchester diese Herausforderung ebenso wie Renato Rescels „Arrividerci Roma“ und den als Zugabe gebrachten „Second Walz“ von Schostakowitsch, eine bekannte Filmmusik.

Die Akkordeonspieler fügen ein Krimi-Puzzle zusammen

Der zweite Teil des Konzertes gehörte ganz den Akkordeonspielern. Zunächst luden Spielanfänger und Ensemble zu einer Reise ein, die mit mexikanischen Chonchero-Tänzen begann und über Bolivien mit einer „Polska“ ins schwedische Ockelbo führte. Über dies alles schwang Janina Rüger den Taktstock, ebenso über Johann Christian Bachs „Sinfonia in B-Dur“, Josef Hellmesbergers „Teufelstanz“ und das von Matthias Hennecke arrangierte „Krimi-Puzzle“, das mit Zitaten aus Maigret, Miss Marple, dem Kommissar, Kriminal-Tango und „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ ein nostalgisches Schmankerl und musikalischen Thriller bot.

Waiblinger Kreiszeitung Artikel vom: 24.03.2010