Am Sonntag lud der Mandolinenclub zum Frühlingskonzert in die festlich geschmückte Gemeindehalle ein. Ein treues Stammpublikum, aber auch neue Zuhörer wurden vom Schülerensemble „TastenEnthusiasten“ mit modernen Klängen empfangen. Ob es um Autorennen, eine gefühlvolle Ballade oder Blues ging, alles wurde mit jugendlicher Unbefangenheit und Spielfreude präsentiert. Mit neuen Spielern und Spielerinnen verstärkt, begann das Akkordeonorchester mit den Schattenseiten des Lebens in Form des Evergreens „House of the rising sun“, wirkungsvoll, mehrstimmig und jazzig arrangiert. Mehr Licht in Form von bunten Nordlichtern bot das Stück „Illumination“ des Akkordeonprofessors Hans-Günther Kölz (übrigens aus dem Nachbarort Hohenacker), das schwermütig mit finnischer Folklore begann und in einen temperamentvollen Tango mündete. Hier tat sich eine junge Spielerin mit brilliantem Solovortrag besonders hervor. Sonnige Lebensfreude vermittelten „Walking on Sunshine“, sowie die Zugabe „You are the sunshine of my life“, welche der Moderator augenzwinkernd dem Publikum widmete.
Vereinsvorstand Jörg Schmidt freute sich, zwei Vereinsmitglieder besonders ehren zu dürfen: „Schwoiga-Rocker“ Andi Laier für 50 Jahre Mitgliedschaft (er begann seine musikalische Karriere als Zehnjähriger mit dem Akkordeon) und Walter Strecker für 60 Jahre, er bewirtete lange Jahre mit seiner Frau zusammen bestens das Vereinsheim.
In der Pause gestärkt und erwartungsvoll begegneten die Zuhörerinnen und Zuhörer erst dem Schülerensemble „Saiten-Gang“ mit leiseren, schön gezupften Klängen. Dass Dunkelheit die Aufmerksamkeit auf Klänge und Kontraste steigert, wussten schon unsere musikalischen Vorfahren, die gerne Serenaten spielten. Mozart übersetzte dies als „kleine Nachtmusik“ - womit das Mandolinenorchester seinen Vortrag begann. Im nächsten Stück „Notte di Luna“ durften Mandolinen und Gitarren italienisches Flair erzeugen, mit viel Dynamik und im Tremolo schwelgend. Begleitet und unterstrichen wurden die vorgetragenen Stücke durch ein kreativ- künstlerisches Schattenspiel (Dank an die beiden engagierten Spielerinnen!). Nachdem Utz Grimminger intensiv den Text mit dem Publikum vorübte (laa-lala-laa..;), stimmte dieses tatkräftig in den Hit „Sternenhimmel“ mit ein. Sogar die Zugabe „O Sole Mio“ bildete zum Thema passend den geeigneten Schlusspunkt. Jörg Schmidt bedankte sich herzlich bei den Hauptakteuren dieses Konzerts: Thekla Mattischek, Utz Grimminger und Janina Rüger-Aamot. Und das Publikum spendete den SpielerInnen erfreuten Beifall.
Manfred Rothfuß